Theorie der Prosa Uni Basel

Lesarten zu »Abend mit Goldrand« erschienen

Anfangs dieses Monats ist beim Verlag edition text + kritik in München der Band Lesarten zu Arno Schmidts »Abend mit Goldrand« erschienen, herausgegeben von Ralf Simon unter Mitarbeit von Sina Dell’Anno und Achim Imboden.

Der fortlaufende exegetische Kommentar zu Arno Schmidts letztem vollendetem Text stellt gleichermassen eine Vorstudie zur Theorie der Prosa wie das Gesellenstück der daran beteiligten Studierenden dar.

Gnosis, mehrfacher Schriftsinn, apokalyptisches Erzählen, plurifokale Textorganisation, Anverwandlung und Umformulierung der Psychoanalyse, Medientheorie, mehrspaltige Textdarbietung, Zeit- und Zivilisationskritik, Etymsprache und Mehrsprachigkeit, ein Kanon seltsamster und entlegenster Lektüren – dargeboten in der wiederholungsfreien Fülle von Sottisen und schrägen Witzen: »Abend mit Goldrand« ist ein labyrinthisches Textgebilde am Rande der Lesbarkeit, das in der Regel nur im heiklen Zustand fortgeschrittenen Arno-Schmidt-Expertentums betreten werden kann. Der vorliegende Band versucht sich zwischen Einzelstellenentzifferung und interpretatorischer Rekonstruktion an einer genauen Lektüre des Textes, Kapitel für Kapitel. Als AutorInnen treten fortgeschrittene Studierende der Neueren deutschen Literaturwissenschaft auf: Sina Dell’Anno, Laura Catania, Achim Imboden, Philipp Rohrer, Alex Scalia, Iris Stalder, Jodok Trösch.

Buchvorstellung

Am 23. November 2016 werden die Studierenden das Buch und ihre Arbeit daran in der Buchhandlung Labyrinth vorstellen.